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In einem gesunden Körper wachsen, sterben und erneuern sich Zellen kontinuierlich. Die Zellteilung erfolgt in einer streng kontrollierten Art und Weise. Jede Zelle enthält unsere gesamte Erbinformation, die unser äußeres Erscheinungsbild und unsere Körperfunktionen bestimmt. Haarfarbe, Augenfarbe sowie Körpergröße sind Beispiele für vererbte Merkmale. Durch Gene ist die Einzigartigkeit jedes Lebewesens gesichert.
Dank eines Regelmechanismus entscheiden unsere Gene, die Arbeitseinheiten unserer Erbsubstanz DNA, wann Zellen erneuert und wann sie zerstört werden müssen. Darüber hinaus bestimmen sie die allgemeinen Abläufe in unserem Körper sowie die Funktionstüchtigkeit unserer Organe und die Anfälligkeit für gewisse Krankheiten, auch bekannt als Erbkrankheiten. Dieser Regelmechanismus kontrolliert das Wachstum der Zellen und die Kommunikation untereinander.
Während der Zellteilung können genetisch bedingte Erkrankungen oder Erbkrankheiten erkannt oder auch verursacht werden. In solchen Fällen sendet der Körper ein Signal an unseren „Reparaturmechanismus“, der den Erneuerungsprozess stoppt bis die krankhafte Zelle zerstört wurde. Es kommt allerdings manchmal vor, dass der Regulationsmechanismus einer beschädigten und potentiellen Krebszelle nicht richtig funktioniert und die kranke Zelle unkontrolliert weiter wächst.
Auf geninca.eu werden kleine Änderungen in der Abfolge der Bausteine der DNA (Mutationen) beschrieben, die nicht nur große Probleme für die einzelnen Betroffenen bedeuten, sondern auch Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft/Bevölkerung in Europa haben können.

Wenn eine Krebszelle unkontrolliert wächst, ist es die Aufgabe unseres Immunsystems dagegen vorzugehen. Ist das Immunsystem nicht im Stande die Zelle zu erkennen, kann sie nicht zerstört werden und die unkontrollierte Zellteilung geht weiter. Das Ergebnis ist die Ansammlung von so genannten Tumorstammzellen, die das Wachstum eines Tumors vermutlich unterstützen. Das umliegende Gewebe wird beschädigt und Auswirkungen werden spürbar. Derzeit ist wenig über diese Stammzellen bekannt, allerdings nimmt man an, dass ihre gezielte therapeutische Beseitigung einen wichtigen Fortschritt in der Krebsbekämpfung darstellen würde. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung diese bösartigen Zellen und ihre Entstehung näher zu erforschen.
Fest steht, dass fast jede Zelle im menschlichen Körper zu einer Tumorstammzelle mutieren kann. Je nachdem wo die bösartige Zelle entsteht, unterscheiden wir eine Reihe von unterschiedlichen Krebsarten.
Darmkrebs bleibt leider oft unentdeckt. Mit Voranschreiten der Krankheit gelangen bösartige Zellen in die Blutbahn oder in das lymphatische System und können so vom Primärtumor ausgehend neue Tumore bilden (z.B in der Leber). Diese greifen umliegendes Gewebe an, schädigen Organe und bilden sogenannte Metastasen. Die Darmschleimhaut wird durchbrochen und Blut gelangt in den Stuhl. Haben sich Metastasen erst einmal gebildet, ist eine vollständige Heilung unwahrscheinlich.
Chronische Infektionen (Hepatitis C, Leberzirrhose) können darüber hinaus die Entwicklung der Leberkrebsbildung begünstigen, da sie das Immunsystem wiederholt dazu bringen, die Leberzellen selbst anzugreifen. Eine Hepatitis-Impfung könnte daher der Tumorentstehung vorbeugen.
Die effektivste Maßnahme zur Vorbeugung ist die Früherkennung. Daher wird Menschen ab dem 40. Lebensjahr empfohlen, sich jährlich einer Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen, um etwa jeglichen Verdacht auf Blut im Stuhl auszuschließen.
Darmkrebs ist weltweit die dritthäufigste Krebsform bei Männern und die vierthäufigste bei Frauen. Es handelt sich um eine Erkrankung des Dickdarms. Die relativ hohe Sterblichkeitsrate ist darauf zurückzuführen, dass Patienten im frühen Stadium oft keine Symptome aufweisen.
Manche Menschen sind anfälliger für Darmkrebs als andere. Das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken, wächst kontinuierlich, vor allem in den Industrieländern und bei Menschen ab dem 50.Lebensjahr. Kürzlich geführte Studien haben allerdings erwiesen, dass auch junge Menschen immer häufiger an Krebsarten wie Darm- oder Leberkrebs erkranken. Gründe für das erhöhte Risiko sind unter anderem eine hohe Fettzufuhr, Darm- oder Leberkrebsfälle in der Familie, Polypen im Dickdarm wie auch eine chronische Darmentzündung.
Darmkrebs wird gewöhnlich durch chirurgische Eingriffe behandelt, je nach Lage, Größe und dem Ausmaß des Tumors, sowie dem Alter und Gesundheitszustand des Patienten.
... bildet sich direkt in der Leber, im Gegensatz zu jenen Tumoren, die in einem anderen Organ entstehen und dann auf die Leber übergreifen, auch bekannt als Lebermetastasen. Die häufigste Form von Leberkrebs ist das hepatozelluläre Karzinom.
Weltweit ist dieses Karzinom eines der fünf am häufigsten auftretenden Krebsarten Während Leberkrebs in Europa vergleichweise selten vorkommt, ist er eines der führenden Todesursachen in anderen Ländern (z.B Japan). Betroffen sind meist mehr Männer als Frauen. Ohne Behandlung gibt es kaum Aussicht auf Heilung und die meisten Patienten sterben innerhalb von 6 Monaten. Wird die Leber oder Teile davon entfernt, leben 50% der Patienten noch 5 Jahre nach der Diagnose.
Die Therapien zur Behandlung von Leberkrebs reicht von einer vollständigen oder partiellen Hepatektomie bis hin zu einer Chemo- oder Radiotherapie oder einer Lebertransplantation.
Zur Anwendung kommen weiterhin Untersuchungen mittels Ultraschall, Computertomographie und Bluttest.
Ausgehend von den Statistiken in Europa bedeuten Krebserkrankungen eine künftig wachsende Last für das europäische Gesundheitssystem und der Wirtschaftsstruktur. Den letzten Zahlen von 2009 nach zu urteilen, ist Europa für 24% aller jährlichen Krebsfälle verantwortlich. Das bedeutet 82 Milliarden Euro an Kosten.
Sollte diese Entwicklung anhalten, ist davon auszugehen, dass es bis 2040 ca. 50% mehr Darmkrebs-Patienten geben wird und, dass auch immer jüngere Menschen betroffen sein werden. Allein die vorliegenden Zahlen für Darmkrebs bedeuten eine enorme Last für die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen Europas.
Heute können Menschen, die aufgrund ihrer genetischen Prädisposition oder ihrer Lebensgewohnheiten eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Krebs zu erkranken, Hoffnung schöpfen. Eine der erfolgreichsten Entwicklungen in den letzten Jahren ist die Einführung von Maßnahmen zur Früherkennung häufiger Tumoren. Denn die meisten Krebsarten sind gut behandelbar, wenn sie früh genug erkannt werden.
Für viele Krebsarten ist die frühzeitige Diagnose der Schlüssel für eine erfolgreiche Behandlung und das Überleben.
Die Leber kann nachwachsen. Solange 25% unbeschädigt sind, regeneriert sie vollständig.
Auf dem letzten Projektmeeting im Juni 2011 wurden die finalen Ergebnisse und deren Auswirkungen diskutiert.
Das EU- Projekt GENINCA forscht an neuen Methoden der frühzeitigen Diagnostik und Behandlung von Darm- und Leberkrebs. GENINCA wendet fortschrittliche Methoden an, um Gewebeproben zu untersuchen, die die allerersten Schritte der Veränderung gesunder Zellen zu Krebszellen durchlaufen. Tumorstammzellen in diesen Proben wurden einer aufwendigen molekularen Analyse unterzogen, was zu einem besseren Verständnis ihrer Herkunft und ihrer Entstehung führte. Somit sollten Grundlagen geschaffen werden, um neue Therapieansätze zu entwickeln, die gezielt diese Zellen zerstören und somit Krebs effektiver behandelbar machen. Detaillierte Information hier



