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Zellen und Krebs

Unkontrolliertes Wachstum von Zellen

Wenn eine Krebszelle unkontrolliert wächst, ist es die Aufgabe unseres Immunsystems dagegen vorzugehen. Ist das Immunsystem nicht im Stande die Zelle zu erkennen, kann sie nicht zerstört werden und die unkontrollierte Zellteilung geht weiter. Das Ergebnis ist die Ansammlung von so genannten Tumorstammzellen, die das Wachstum eines Tumors vermutlich unterstützen. Das umliegende Gewebe wird beschädigt und Auswirkungen werden spürbar. Derzeit ist wenig über diese Stammzellen bekannt, allerdings nimmt man an, dass ihre gezielte therapeutische Beseitigung einen wichtigen Fortschritt in der Krebsbekämpfung darstellen würde. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung diese bösartigen Zellen und ihre Entstehung näher zu erforschen.

Fest steht, dass fast jede Zelle im menschlichen Körper zu einer Tumorstammzelle mutieren kann. Je nachdem wo die bösartige Zelle entsteht, unterscheiden wir eine Reihe von unterschiedlichen Krebsarten.

Darm- und Leberkrebs

Darmkrebs bleibt leider oft unentdeckt. Mit Voranschreiten der Krankheit gelangen bösartige Zellen in die Blutbahn oder in das lymphatische System und können so vom Primärtumor ausgehend neue Tumore bilden (z.B in der Leber). Diese greifen umliegendes Gewebe an, schädigen Organe und bilden sogenannte Metastasen. Die Darmschleimhaut wird durchbrochen und Blut gelangt in den Stuhl. Haben sich Metastasen erst einmal gebildet, ist eine vollständige Heilung unwahrscheinlich.
Chronische Infektionen (Hepatitis C, Leberzirrhose) können darüber hinaus die Entwicklung der Leberkrebsbildung begünstigen, da sie das Immunsystem wiederholt dazu bringen, die Leberzellen selbst anzugreifen. Eine Hepatitis-Impfung könnte daher der Tumorentstehung vorbeugen.

Die effektivste Maßnahme zur Vorbeugung ist die Früherkennung. Daher wird Menschen ab dem 40. Lebensjahr empfohlen, sich jährlich einer Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen, um etwa jeglichen Verdacht auf Blut im Stuhl auszuschließen.